Inschrift der Grabplatte im Altarraum der Unterampfracher Kirche

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Epithaphien, Denkmäler mit lateinischer Schrift finde ich faszinierend und ich versuche auch immer etwas davon zu verstehen oder zu entziffern.
Das erging mir auch so bei der steinernen Tafel in unserer Unterampfracher Kirche St. Sebastian/St. Veith. Zum Gedenken an Pfarrer Johann Hauck 1569, der hier wirkte. Seine Gattin hieß Ursula.

Leider ließ sich dieser Text nur zum Teil gut übersetzen, entweder fehlen auf dem Stein die Buchstaben oder sind nicht korrekt oder nicht lesbar.
Viel gravierender ist, dass viele Wörter auch in einem Wörterbuch nicht vorhanden sind. Wahrscheinlich, weil es zum Teil in Kirchenlatein niedergeschrieben ist.

Bei meiner Recherche in Google, stimmt tatsächlich dieses Latein nicht mit dem klassischen Latein überein. Auch das Latein hat sich ab dem Jahre 500 n. Chr. geändert und wurde vornehmlich bis heute von der katholischen Kirche geschrieben und weiterentwickelt, wie auch neue Sprachen heut zu Tage.

Die Inschrift auf der Steintafel könnte sinngemäß lauten:

„Wanderer, den Du hier hängen siehst am hohen Kreuze Christi, der wie ein Mensch, sühnt mit seinen Tod die Sünden.

Mit seiner Hilfe und  Wunden hat er uns diesen Verdienst vermacht….

Sagt, ist es die schreiende Gerechtigkeit, denn nichts als die Wunden und das Blut Christi werden Heil bringen.
Dieses kostbare Geschenk vom Vater für uns, wird uns das ewige Leben geben.

Wanderer, verbreite diese Botschaft, die auch Johannes Hauck, Pfarrer in dieser Kirche, in erneuerten Lehre verbreitet hat zur Erinnerung an die verstorbene junge Gattin Ursula.“

H.-P. Scheurer

 

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